Grösste Hackerangriffe: So gingen die Hacker dabei vor

Grösste Hackerangriffe: So gingen die Hacker dabei vor

Hackerangriffe gibt es mittlerweile in allen Grössenordnungen. Von Angriffen auf einzelne Geräte bis zu Angriffen auf Grosskonzerne ist alles dabei. Welche waren die grössten Hackerangriffe, welches Ziel stand dahinter und wie gingen die Hacker dabei vor? Darüber klären wir Sie in diesem Artikel auf!

Hackerangriff auf die Website Ashleymadison.com

Einer der grössten Hackerangriffe bezog sich auf das beliebte Seitensprungportal Ashleymadison.com. Diese Website ist seit dem Jahr 2001 online und warb vor allem mit äusserster Diskretion. Die Nutzer hofften also darauf, dass sämtliche Daten unter Verschluss blieben.

Allerdings wurde dieses Vertrauen im Jahr 2015 gebrochen. Im Rahmen des Hackerangriffes wurden nämlich insgesamt 37 Millionen Datensätze gestohlen und veröffentlicht.

Die grössten Hackerangriffe: Dropbox und Target

Dropbox ist ein bekannter Filehoster, der ebenfalls gehackt wurde. Der Angriff von 2012 gehört sogar zu den grössten Hackerangriffen im Internet, denn bei diesem Angriff wurden insgesamt 68 Millionen Zugangsdaten gestohlen. Die Hacker hatten sogar Zugriff auf sämtliche Daten, da diese nur teilweise verschlüsselt waren.

Da sich die Hacker mit dem Passwort eines Mitarbeiters ins System gehackt hatten, steht dieser Hackerangriff in direktem Zusammenhang mit dem Angriff auf das Unternehmen LinkedIn. Der Mitarbeiter hatte nämlich genau das gleiche Passwort für seinen LinkedIn-Account verwendet, weshalb sich auch das soziale Netzwerk mit einem Hackerangriff konfrontiert sah.

Des Weiteren wurde auch die Einzelhandelskette Target zum Opfer eines der grössten Hackerangriffe. Target hat in den USA und Kanada rund 1.900 Filialen. Bei dem Angriff im Jahr 2013 wurden insgesamt 40 Millionen Kredit- und Bankkartendaten gestohlen. Hinzu kamen ausserdem weitere 70 Millionen Datensätze mit persönlichen Informationen der Kunden. Unter diesen Informationen befanden sich unter anderem Telefonnummern und Adressen. Der damalige Geschäftsführer Gregg Steinhafel legte sein Amt ein halbes Jahr nach dem Hackerangriff nieder.

Grösste Hackerangriffe auf PSN, Anthem Inc. und J. P. Morgan

Das PlayStation Network geriet im Jahr 2011 in den Fokus von Hackern. Bei diesem Hackangriff wurden ungefähr 75 Millionen Daten gestohlen. Zu diesen Daten gehörten auch Kreditkarteninformationen. Der Angriff auf PlayStation Network zählt mit zu den grössten Hackerangriffen im Internet, denn neben dem Klau von zahlreichen Daten fiel auch das Unternehmen für 23 Tage aus. Das Unternehmen wollte diesen grössten Hackerangriff zunächst geheim halten. Allerdings ging dieses Vorhaben nach hinten los, sodass das Unternehmen auf 18 Millionen US-Dollar Entschädigung verklagt wurde.

Ein Hackerangriff im Jahr 2015 zielte auf eine der grössten Krankenversicherungen der USA, Anthem Inc., ab. Bei diesem grössten Hackerangriff wurden damals ungefähr 80 Millionen Datensätze gestohlen. Unter den gestohlenen Daten befanden sich unter anderem Sozialversicherungsnummern, Adressen und Angaben zu Einkünften. Als Sicherheitsexperten den Fall untersuchten, kam dabei heraus, dass Hacker, die von der chinesischen Regierung beauftragt wurden, an diesem Hackerangriff beteiligt gewesen sein sollen.

Ein weiterer Angriff betraf J. P. Morgan, welche zu den grössten Banken der USA zählt. Hacker verschafften sich im Jahr 2014 Zugang zu 83 Millionen Datensätzen. Den Zugang verschafften sich die Hacker mit dem Passwort eines Mitarbeiters. Mit einem verbesserten Schutz vor Hackern in Form einer 2-Faktor-Authentifizierung hätte dieser grösste Hackerangriff wohl vermieden werden können.

Die grössten Hackerangriffe: LinkedIn und eBay

Als eines der grössten Business-Netzwerke gerät auch LinkedIn immer wieder in den Fokus von Cyberkriminellen. Im Jahr 2016 kam es zu einem der grössten Hackerangriffe auf das Business-Netzwerk, im Rahmen desselben wurden über 117 Millionen Passwörter über einen Filehoster zum Verkauf angeboten. Der letzte grosse Hackerangriff auf das Portal fand 2021 statt, wo durch ein Datenleck mehrere hundert Millionen Datensätze erbeutet wurden.

Im Jahr 2014 wurde die Handelsplattform eBay zum Ziel eines der grössten Hackerangriffe. Hierbei wurden insgesamt 145 Millionen Datensätze entwendet. Unter diesen Datensätzen waren auch Telefonnummern, Adressen und Geburtsdaten zu finden. Für das Unternehmen hagelte es jede Menge Kritik, denn der Hackerangriff wurde viel zu spät erkannt. Ausserdem habe eBay gezögert, den Angriff der Hacker öffentlich zu machen.

Der grösste Hackerangriff betrifft das Unternehmen Yahoo

Yahoo wurde gleich zwei Jahre in Folge Opfer von gross angelegten Hackerangriffen. In den Jahren 2013 und 2014 erbeuteten Hacker unter anderem Passwörter, Telefonnummern, Namen und E-Mail-Adressen. Dabei wurde das Ausmass der Angriffe erst im Rahmen des Kaufs durch Verizon bekannt und führte zu einer Wertminderung des Unternehmens – denn entgegen der ursprünglichen Mitteilung von Yahoo waren nicht eine Milliarde Konten, sondern alle drei Milliarden Konten betroffen. Für diese grössten Hackerangriffe sollen russische Spione verantwortlich gewesen sein.

So schützen Sie sich vor Hackerangriffen

Wie die grössten Hackerangriffe zeigen, ist ein entsprechender Schutz vor Hackern in der heutigen Zeit unabdingbar. Dabei sind bewährte Sicherheitsverfahren, wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, ein guter erster Schritt, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Zudem gilt es, beim Surfen umsichtig zu sein und sich beispielsweise für eine anonyme Suchmaschine zu entscheiden. Gerade in Bezug auf Kinder ist hier für eine verbesserte Sicherheit gesorgt, da bestimmte Seiten gar nicht erst angezeigt werden, über die sich Hacker Zugriff auf das Gerät bzw. auf die Daten verschaffen. Prinzipiell schützen Sie sich und Ihre Kinder mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Medien und einer entsprechenden Medienerziehungvor Hackerangriffen.